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Sakrale Bauten

Stadt Salzburg

Die Franziskanerkirche
in Salzburg stellt ein Besonderheit in der europäischen Architekturgeschichte dar. Erste Nachweise der Franziskanerkirche gehen bereits auf das Jahr 774 zurück, die damals Tauf- und Synodalkirche war und schon vor der Erbauung des Domes bestand und zum Kloster St. Peter gehörte. Sie war der Gottesmutter geweiht und Bischof Virgil (745 - 784) hat sie bereits erneuert. 1139 rückte sie zur Stadtpfarrkirche auf, 1167 brannte die Marienkirche mit weiteren fünf Kirchen in Stadt, darunter dem Dom, nieder. Die Kirchweihe von 1123 wird mit einem Neubau in Verbindung gebracht, von dem heute nur mehr das Langhaus besteht.


Ab 1408 schritt man wieder zu einem Neubau. Der Chor in seiner heutigen Form (von den barocken Veränderungen selbstverständlich abgesehen) ist nicht als Torso einer sechsjochigen Hallenkirche, sondern als künstlerisch einheitlicher, auf den Zusammenschluß mit dem spätromanischen Langhaus, zentralisierender Raum bzw. Bau aufzufassen. 1422 und 1429 war der Chorbau noch im Gange. Altarweihe um die Mitte des 15. Jh.s (Choraltar 1460) weisen auf seine Vollendung um diese Zeit hin. Als Baumeister ist durch das Epitaph an der Martinskirche in Landshut Meister Hans von Burghausen (früher fälschlich Hans Stethaimer genannt) gesichert. Nach seinem Tod (1432) dürfte Stefan Krumenhauser (gest. 1461) die Bauleitung innegehabt haben. Der Turm wurde zwischen 1486 und 1498 nach einem Nürnberger Riß ausgebaut. 1484 wandte sich die Stadt an Rueland Frueauf d.Ä. wegen eines neuen Hochaltares.


Schließlich erhielt aber von Bruneck/Südtirol den Auftrag und führte ihn 1495 - 1498 (Pacher starb in diesem Jahr in Salzburg) um den hohen Betrag von 3300 Gulden aus. Mit dem Bau des Chores der Pfarrkirche und seiner Ausstattung durch erste Meister hatten sich die Bürgerschaft und Zünfte der nach Reichsfreiheit strebenden Stadt Salzburg ein anspruchsvolles Denkmal gesetzt.



Die Bedeutung der
Kollegienkirche

„… Denken Sie sich die Dreifaltigkeitskirche weg, mit dem Priesterseminar auf der anderen Salzachseite, denken Sie sich die Kollegienkirche mitten in der Altstadt weg, dann denken Sie sich die Ursulinenkirche Richtung Klausentor weg, auch die Johannsspitalskirche, die Fassade des Hofstalls, auch den Altar in der Franziskanerkirche. Und schließlich denken Sie sich die Wallfahrtskirche von Maria Kirchental bei Lofer weg. Erst wenn man das versucht, hat man vielleicht eine Vorstellung von der unglaublichen Bedeutung Fischers von Erlach für Salzburg.“
Zitat von Friedrich Kurrent"



Die Geschichte der
Sebastianskirche geht zurück auf Erzbischof Leonhard von Keutschach, der die Kirche in den Jahren 1505 bis 1512 errichten ließ. Die baufällige gewordene, spätgotische Kirche, die auf alten Stadtansichten noch mit kleinem Turm und Spitzdach zu sehen ist, wurde 1750 abgetragen und durch eine Saalkirche spätbarocker Prägung ersetzt. Mit dem Umbau wurden Franz Anton Danreiter und der Tiroler Baumeister Kassian Singer beauftragt. Besondere Kostbarkeiten sind das von Danreiter entworfene und von Josef Anton Pfaffinger ausgeführte prachtvolle Rokokoportal und das herrliche Abschlußgitter von Philipp Hinterseer aus dem Jahr 1752. Den Hochaltar ziert die wundervolle Strahlenmadonna mit dem Kind aus dem Jahr 1611 von Hans Waldburger.



Die Dreifaltigkeitskirche ist das bedeutendste sakrale Bauwerk der rechten Altstadt und zugleich die erste architektonische Schöpfung des großen Barockbaumeisters Fischer von Erlach. Die beherrschende Kuppel, die schwungvolle Fassade, die doppelten Türme und die palastartigen Seitenflügel sind der Blickfang des Makartplatzes.
Ihre Entstehung verdankt sie Erzbischof Johann Ernst von Thun, der an dieser Stelle dem Priesterseminar eine dauernde Heimstätte schaffen wollte. Das gewaltige Bauwerk entstand in den Jahren 1694 bis 1702. Als Vorbild für die Kirche, die mit dem Priesterhaus verbunden wurde, dienten dem Baumeister Schöpfungen römischer Architekten.


Beachtenswert ist der erstmals neue barocke Zug Fischers von Erlach, der sich auch an anderen seiner Salzburger Kirchen beobachten läßt. Berühmt wurde die Dreifaltigkeitskirche besonders durch ihr Kuppelfresko von Johann Michael Rottmayr, das die Krönung Mariens und die hl. Dreifaltigkeit darstellt. Die Dreifaltigkeitskirche ist eine der wenigen Barockkirchen, die der ausschweifenden Überladung dieses Baustils entgangen sind.




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